Diese Seite druckenDiese Seite drucken

AKTUELL

Foto copyright: CJ Farquharson

Ufffff. Wie ihr wisst habe ich mir mehr vorgenommen für diesen Giro. Das war mein größtes Ziel dieses Jahr. Mit meinem vierten Platz bin ich nicht so richtig zufrieden. Aber so ist das eben im Sort, das gehört dazu. Man muss sich Ziele setzen, um großes erreichen zu können und manchmal klappt das eben nicht so wie man es sich vorgestellt hat.

Mara Abbott ist das Rennen ihres Lebens gefahren und war absolut überlegen am Berg. Sie hat verdient gewonnen. Ich selbst habe alles gegeben, in jeder Etappe um jede Sekunde gekämft. Leider hatten wir großes Pech mit der Mannschaft und durch einen Massensturz am zweiten Tag bereits zwei Farerinnen verloren, die mit Gehirnerschütterung und Schlüßelbeinbruch das Rennen aufgeben mussten. Zwei Tage später mussten wir ohne unseren Sportlichen Leiter zurechtkommen, der wegen gesundheitlichen Problemen nach Holland reisen musste. Eine weitere Sportlerin wurde krank, und so verstrichen die Tage, bis es schließlich in die großen Alpenpässe ging. Dort war es zu spät für taktische Spielereien. Hier zählt einzig und allein die Särke am Berg. Wie gesagt, Mara hat absolut verdient gewonnen. Ich bin froh, sagen zu können, dass ich wirklich alles versucht habe und mich nicht über verpasste Chancen ärgern muss. Also bin ich auch ein bisschen zufrieden ;D

Ich denke es war ein wunderschöner Giro mit einer genialen Streckenfüghung, mit Gänsehautstimmung am Straßenrand und großem Showdown auf dem Stilfser Joch.

 

 

.

Foto copyright: CJ Farquharson

Juhu! Es ist total verrückt, aber ich hab's geschafft! Gestern auf der letzten Etappe der Emakumeen Bira, der größten Rundfahrt in Spanien, habe ich den Gesamtsieg geholt.

Nach den vier vorherigen Etappen hatte ich folgende Ausgangssituation: Ich lag auf Platz zwei im Gesamtklassement, 12 Sekunden hinter Judith Arndt. Wir beide hatten wiederum einen Vorsprung von rund 2 min auf die nächsten Fahrerinnen. Das bedeutete, dass sich Judith mit ihrer Mannschaft Columbia stark auf mich als "einzige wirklich gefährliche" Gegnerin kozentrieren konnte. Das machte einen Ausreißversuch so ungemein schwierig, obwohl mir ja nur 12 Sekunden fehlten. Und doch ergab sich ein perfekter Moment: Ich nutzte eine kurze Sekunde der Unachtsamkeit von Judith und sprintete Vollgas in den vorletzten Berg hinein, ca. 45 km vor dem Ziel. Ich wusste, das ist meine Chance. Vollgas! Vollgas! Bald holte ich zwei starke Fahrerinnen ein, die zu einem früheren Zeitpunkt attackiert hatten und in Führung lagen, Annemiek van Vleuten und Andea Bosman. Als wir ein recht windiges Hochplateau erreichten, arbeiten wir zusammen und bald wuchs der Vorsprung an. Für mich ging es um den Runfahrtsieg, das heißt, ich kämpfte um jede Sekunde während meine beiden Begleiterinnen den Etappensieg unter sich ausmachten. Annemiek van Vleuten gewann die Schlussetappe. Und ich konnte es nach 45 harten Kilomertern Ausreißversuch kaum fassen: Der verrückte Plan war aufgegangen! Ich habe die Rundfahrt gewonnen!

Ich bin meiner Mannschaft sehr dankbar! Alle Fahrerinnen haben einen super Job geleistet, aber auch alle Helfer drum herum, ohne die gar nichts funktionieren würde. DANKE!

Foto: copyright CJ Farquharson

Heute melde ich mich aus Spanien. Erst vor wenigen Stunden war der Zieleinlauf vom Weltcup GP Valladolid. Und wir haben gewonnen!!! Jippi!

Zu Beginn verlief das Rennen wenig spektakulär. Wir hatten Rückenwind, breite Straßen, alle Mannschaften warteten auf das Finale. Aber ab etwa 45km vor dem Ziel gings so richtig zur Sache. Die Hitze, Wind und fiese Hügel machten das Rennen schwer und eine Atacke folgte der anderen. Aus einer Gruppe von knapp 40 Faherinnen konnten sich nach nach hartem Kampf drei Fahrerinnen absetzen. Unsere Lotte, Judith Arndt und Annemiek van Vleuten. Sie konnten ihren Vorsprung schnell auf eine Minute ausbauen. Lotte gewann den Zielsprint vor Judith und Annemiek. Ein verdienter Sieg, der schon lange fällig war! Ich freue mich so sehr mit der Lotte, die jahrelang auf internationalem Topniveau unterwegs ist, aber erst jetzt ihren ersten Weltcupsieg feiern kann!

Ich selbst beendete das Rennen in der ersten Verfolgergruppe und bin hochmotiviert für die nächsten Rennen. Für uns geht es nämlich übermorgen schon weiter mit einem extrem bergigen Kurs in Durango.

bis dann, Eure Claudia



Ich bin überglücklich über den Sieg meiner Mannschaftskollegin Emma bei der größten Rundfahrt für uns Frauen in Frankreich!!! Nach zehn harten Renntagen ist das Gelbe Trikot endlich sicher. Rang zwei belegte Mara About (USA) vor Emma Johansson (SWE) auf Platz 3. Ich selbst wurde im Gesamtklassement schließlich vierte. Für mich persönlich bedeutet der Sieg meiner Teamkollegin aber sehr viel mehr als mein eigenes Abschneiden. Es war knochenharte Arbeit jeden Tag Gelb zu verteidigen. Mannschaften wie Columbia, USA und Neederland Boeit machten uns das Leben schwer. Trotzdem verloren wir als Team nie den Spaß daran, hart für diesen Sieg zu kämpfen. Wir konnten das Mannschaftszeitfahren gewinnen und alle Angriffe auf Emma abwehren. Ich bin stolz, dass ich bei diesem großen Rundfahrtssieg mithelfen konnte: mit meinem Erfahrungsschatz und vollem Einsatz im Rennsattel.

Foto copyright: CJ Farquharson

Morgen geht es in die letzte Etappe der Tour de l'Aude...... und wir haben seit fünf Tagen das gelbe Trikot mit Emma! Es ist harte Arbeit, aber eine riesen Freude, das schöne Trikot jeden Tag verteidigen zu dürfen. Es ist noch nicht vorbei. Morgen wird sicherlich nochmal ein schwerer Tag. Aber Emma hat in der Gesamtwertung einen komfortablen Vorsprung von über 4 Minuten auf Mara Abott (USA). Ich selbst bin im Gesamtklassement auf Platz 4, konzentriere mich aber voll und ganz auf unser so so so großes Ziel, diese verdammte Tour nach Hause zu fahren!!!!!! Morgen......

Foto: copyright CG Farquharson

Der Flèche Wallone ist neben der Flandernrundfahrt der wichtigste und prestigeträchtigste Weltcup für uns Frauen. Die Mauer von Huy, der berühmt berüchtigte Schlussanstieg mit einer Steigung von 23%, die Massen von Zuschauern, die einen dort „hinaufbrüllen“ machen dieses Rennen so einzigartig. Dass wir dort als Mannschaft unseren ersten Weltcupsieg dieser Saison holen ist ein so schönes Gefühl!!!!

Das Frauenrennen wird auf der gleichen Strecke, ca. eine Stunde vor den Männern ausgetragen. Allerdings fahren wir nur die letzten 110 km. Bis zur ersten Mauer, ca. 30 km vor dem Ziel, verlief das Rennen ohne ernstzunehmende Attacken. Nach dieser Mauer gab es allerdings nicht mehr viele „Überlebende“. Als Mannschaft mit den meisten Bergfahrerinnen waren wir zahlenmäßig im Vorteil und attackierten die Mitfavoritinnen, die meist alleine ohne Helferin waren. Regina (Bruins) erkämpfte sich einen schönen Vorsprung von bis zu 1min, wurde aber 10 km vor dem Ziel gestellt. Wir schafften es Emma (Pooley) bis zur letzten Mauer zu schonen, sie aus dem Wind zu halten, und auch die Mitfavoritinen zu fordern. Emma hatte mit Abstand die besten Beine und gewann überlegen mit 8 Sekunden Vorsprung. Nicole Cooke wurde zweite, Emma Johannson dritte. Für mich selbst war meine Arbeit zu Beginn der letzten Mauer erledigt, als ich wusste, dass unsere Emma an zweiter Position in den letzten Kilometer startet. Ich beendete das Rennen als überglückliche Teamkollegin der Siegerin, als letzte der Spitzengruppe auf Platz 14.

Ich freu mich auf die nächsten Rennen!

Eure Claudia

 

Heute melde ich mich vom Trainingslager in Italien. Hier in der Toscana werde ich mich auf die ersten großen Rennen vorbereiten. Die Radfahrbedingungen sind perfekt und ich genieße den italienischen Frühling. Und bei einem so schönen Blick über das Meer stört doch gar nicht, dass die Sonne nicht immer scheint....

Bis demnächst!

Ciao ciao,

Claudia

Foto: copyright Werner Müller-Schell

Hier in München wird der Winter langsam zäh. Jetzt reichts mit dem Schnee!

Aber ich hab tolle Neuigkeiten:

Für diese Saison habe ich eine Kolumne in der Zeitschrift Procycling. Ich werde versuchen, euch Leser möglichst dicht an das Profigeschehen heranzuführen. Ich weiß natürlich selbst noch nicht, was die neue Rennsaison bringt und was auf mich zu kommt. Spannend wird es bestimmt! Lassen wir uns überraschen...

Foto copyright: Tim de Wale

Wow! So ein schönes Gefühl alle wieder zu sehen! Alle hoch motiviert und gespannt auf die neue Saison.

Wie schon im letzten Jahr, waren wir an der Algarve in Portugal. Für's Training bedeutet das viele schöne Berge und sehr wenig Autoverkehr. Obwohl es die Hälfte der Zeit regnete, konnten wir gut und effektiv trainieren.

Besonders wichtig war natürlich auch die Teampräsentation für 2010. Ich denke, wir sind eine harmonische und ausgeglichene Truppe. Die größte Neuerung wird unser neuer sportlicher Leiter Egon van Kessel sein.

Management, Fahrer/-innen, Sponsoren, Sportliche Leiter, Mechaniker, Masseure und auch die Presse hatten eine super schöne gemeinsame Woche. Und das ist das Besondere am Cervélo Test Team: diese Gemeinsamkeit. Wenn man zusammen in entspannter Atmosphäre beim Abendessen sitzt, entwickeln sich die besten innovativen Ideen. Man spricht nochmal die tagsüber durchgeführten Tests durch und kann den Entwicklungsingenieuren erklären, "wie sich die Zahlen ihrer Testmaschinen anfühlen". Besonders schön ist es, wenn man als Sportler sieht, wie Sponsoren die einzelnen Produkte an unsere Bedürfnisse angepasst haben und somit ihr Produkt für alle Verbraucher verbessern konnten.

Für die Sponsoren gab es ein extra Zuckerl: Radtraining (für manche auch Radrennen) mit dem Team. Cervélo stellte über 40 Räder zur Verfügung, die von uns in der letzten Saison gefahren wurden. Aufgeteilt in fünf bunt durchgemischten Gruppen mit Sponsoren, Frauen und Männern gab es erbitterte Kämpfe um den Tagesssieg.

Ich kann's garnicht erwarten, dass für uns die ersten Rennen losgehen! Ich freu mich auf die neue Saison 2010!

Bis bald,

Eure Claudia

 

 

Diesmal geht es nicht um die letzten Rennergebnisse, sondern um viel mehr: Ich bin stolz, in diesem Jahr Botschafterin von "Muskeln für Muskeln" zu sein.

Zusammen mit anderen Sportlern möchte ich auf eine sehr seltene Krankheit aufmerksam machen: Spinale Muskelatrophie SMA. Die Betroffenen leiden unter Muskelschwund. Die Krankheit ist angeboren und derzeit nicht heilbar.

Bei mir als  Sportler sind Muskeln ein großes Thema.

Sport braucht Muskeln-

Menschen ohne Muskeln brauchen Unterstützung!

Ich selbst kenne zwei Betroffene, was ein riesen Zufall ist, denn SMA ist sehr selten. Das ist auch gut so, aber gerade diese Seltenheit macht für Pharmaunternehmen die Forschung für neue Behandlungsmöglichkeiten unrentabel. Deshalb möchten wir mit "Muskeln für Muskeln" gezielt auf SMA aufmerksam machen. "Muskeln für Muskeln" ist selbst keine Spendenorganisation. Wenn ihr aber spenden wollt, dann macht ihr das am besten bei der deutschen Elterninitiative "Eine Therapie für SMA".

Bitte helft mit!

Eure Claudia

 

 

 

 

Feliz Navidad!!!

Merry Christmas!!!

Buon Natale!!!

Joyeux Noel!!!

Linksmu Kaledu!!!

Frohe Weihnachten!!!

Vrolijk Kerstfeest!!!

 

 

Weihnachten steht vor der Tür: Zeit an die Menschen zu denken, die es nicht so gut im Leben erwischt haben. Eine liebe Radl-Freundin, die Gisi Gartmair, hat ein super Projekt ins Leben gerufen: Cycling for Africa. Schaut euch das mal an. Ist eine spitzen Sache!

 

Obwohl es bei der WM nicht so lief wie ich mir das vorgestellt hatte, bin ich überglücklich über meine Saison 2009.

Im Frühjahr, vor den ersten Rennen, machte ich mir noch Gedanken, ob der Weggang von der Euqipe Nürnberger wirklich die richtige Entscheidung war. Ich hatte dort drei tolle Jahre verbracht. Doch schon bald war klar: Cervélo ist genau meine Mannschaft. Die aggressive Renntaktik kommt mir zu Gute und ich kann meine Stärken einsetzen. Mit dieser Mannschaft gewinne ich Tour de l'Aude und Giro. Doch es ist noch viel mehr: Jede ist bereit für die Andere Alles zu geben. Das macht uns unberechenbar und stark.

Ein wichtiges Ziel für mich in diesem Jahr war es, meine Zeitfahrleistung zu verbessern. Mit meinem 7. Platz beim Einzelzeitfahren im Giro war ich super zufrieden. Ich habe mit Cervélo absolutes Top-Material. Und ich habe viel gelernt, vor allem von meiner Mannschftskollegin Kristin Armstrong, Olympiasiegerin und amtierende Weltmeisterin.

Doch der größte Schritt für mich in diesem Jahr war es zeitweise in die Kapitänsrolle zu schlüpfen. Auf der einen Seite ist es das, wovon jeder junge Sportler träumt, auf der anderen Seite bedeutet es auch enorm viel Druck und Verantwortung. Ich bin meinen Teamkolleginnen, der Sportlichen Leitung und dem Management sehr, sehr dankbar, dass sie mich dabei immer unterstützt haben.

Schade, dass diese schöne Saison jetzt schon vorbei ist. Das war ein wahnsinns Jahr!

Bald haben wir unser erstes Teamtreffen für die Mannschaft 2010. Dann gehts wieder von vorne los. Mit neuen Herausvorderungen. Ich freu mich drauf!

Bis bald,

Eure Claudia

 

Fotos: copyright: Rainer Gmach RST Fotoservice

Leider lief es bei der WM nicht wie erhofft. Mit meinem 19. Platz bin ich absolut nicht zufrieden.

Aber so ist das eben im Sport: die anderen waren einfach besser.

Ich ging sehr motiviert in das Rennen und ich fühlte mich eigentlich gut. Ich hatte mich gut vorbereitet und freute mich auf einen harten Kampf. Trotzdem ging mir am drittletzten Anstieg, ca. 15 Kilometer vor dem Ziel, die Luft aus. Achtzehn Faherinnen zogen einfach so davon. Ich kämpfte und biss, wollte mich nicht geschlagen geben. Doch meine Kräfte reichten nicht aus.

Natürlich sucht man nach so einer Niederlage für sich selbst nach Erklärungen. Ich denke, dass ich nach meiner sehr langen Saison nicht mehr die Reserven zu einem perfekten dritten Saisonhöhepunkt hatte. Nach Tour de l'Aude und Giro wäre die WM mein drittes großes Ziel gewesen. Aber mit zwei von drei kann ich auch leben ;)

Bis demnächst,

Eure Claudia

 

Schon bald geht`s zur WM nach Mendririo. Die Spannung steigt und ich stecke in den letzten Vorbereitungen. Letzte Woche war ich in Frankreich bei der Tour de l'Ardèche, um nochmal die letzte Rennhärte zu entwickeln. Am Montag schon werde ich dann nach Mendrisio anreisen. So haben wir als Deutsche Nationalmannschaft fünf Tage zusammen für den finalen Feinschliff.

Vorher noch die schönsten Eindrücke von der Eurobike: Interessante Neuigkeiten gab's bei Cervélo, Zipp, Vittoria, Rotor und bei all unseren anderen Sponsoren.

Fotos: copyright Rainer Gmach RST Fotoservice

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bis dann zur WM!!!!!!!!!!!!

Eure Claudia

Foto copyright: CJ Farquharson

Waaaaaaaaaaaaaaaa!!! Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Ich bin total kaputt und überglücklich! Den Giro d'Italia gewinnen: ein Traum.

DANKE an meine Mannschaft: an die Mädels, an Mechaniker, Masseure und Sportliche Leitung. Eine bessere Unterstützung kann man sich nicht wünschen! Das waren 10 Tage Giro mit großen Emotionen, mit Tränen und mit Jubel. Wir alle waren am Limit... Wir habens geschafft. Wir haben gewonnen.

Viele haben mich nach DER entscheidenden Etappe, nach der "Schlüsseletappe" gefragt. Für mich war der Schlüssel zum Gesamtsieg aber die Konstanz. Jeden Tag vollste Konzentration, jeden Tag gute Beine haben, keine Schwäche zeigen. Sehr wichtig war für mich ganz persönlich das Einzelzeitfahren am dritten Tag und der Etappensieg im rosanen  Trikot am achten Tag. Das waren "Siege im Kopf".Was ich meine ist: an diesen Tagen habe ich mentale Stärke gewonnen. Ich wusste: ich kann das, ich kann den Giro gewinnen. Beim Zeitfahren, das eigentlich nicht zu meinen Stärken zählt, wurde ich siebte. Bei meinem Etappensieg schlug ich meine größte Konkurrentin  im Gesamtklassement Judith Arndt im Sprint.

 

 

 

 

 

 

 

Alle Details und Zahlen und auch Videos zu jeder Etappe findet Ihr unter www.girodonne.it

Ciao Eure Claudia

 

PS: Vielen Dank für all die lieben Glückwünsche und Gästebucheinträge!

Für die interessierte Welt hier ein kleiner Überblick über die einzelnen Etappen vom Giro mit Einzel- und Gesamtplatzierungen von der Claudi, damit das zumindest schon mal ein bisschen auch auf dieser Seite gewürdigt wird.
Claudia wird sicher nach dem Giro ein schönes Update schreiben... :-)

Datum Etappe Etappenplatz Gesamtwertung Abstand gesamt
03.07. Prolog 25. 25. +0:11
04.07. 1. Etappe 7. 13. +0:31
05.07. 2. Etappe 13. 8. +1:11
06.07. 3. Etappe 3. 3. +1:18
07.07. 4. Etappe 26. 3. +1:11
08.07. 5. Etappe 8. 2. +1:11
09.07. 6. Etappe 2. 1. -0:12
10.07. 7. Etappe 1. 1. -0:17
11.07. 8. Etappe 6. 1. -0:50
12.07. 9. Etappe 83. 1. -0:30

Nach vier harten Tagen mit fünf Etappen ist die größte Rundfahrt in Spanien, die Emakumen Bira zu Ende. Gestern auf der letzten und bergigsten Etappe schaffte ich den Sprung auf Gesamtrang zwei hinter Judith Arndt (Columbia).  Dritte wurde Mara Abbott (ebenfalls Columbia).

Nach meinem Sieg bei der Tour de l'Aude gönnte ich mir erst einmal zwei Wochen Pause. Mein Ziel für die Woche im Baskenland war es wieder in die harte Rennbelastung hinein zu finden. Schließlich startet in knapp drei Wochen der Giro d'Italia.

Dass die Rennhärte zurück kommt, spürte ich von Tag zu Tag. Beim letzten lief es dann am Besten. Bei Etappenstart lag ich auf Platz drei hinter Judith Arndt und Noemi Caltele (Bigla). Dank perfekter Vorbereitung von meiner Mannschaft Cervélo schaffte ich es sogar das gelbe Trikot anzugreifen. Ich attackierte etwa 3,5 km vor der letzten Bergwertung. Nur Mara Abbott konnte folgen. Auf die Gesamtführende Judith Arndt hatte ich auf der Kuppe 15 Sekunden Vorsprung. Sie hatte wiederum in der Gesamtwertung 17 Sekunden Vorsprung auf mich. Eine knappe Angelegenheit.  Doch in der regennassen und kurvenreichen Abfahrt wollte ich nicht zu hohes Risiko gehen. Drei Kilometer vor dem Ziel holte mich Judith Arndt wieder ein. Trotzdem fuhr ich Vollgas weiter. Es ging schließlich immer noch um den zweiten Gesamtplatz gegen Noemi Cantele. So konnten Judith Arndt und Mara Abbott in meinem Windschatten abwarten und sich auf den Zielsprint konzetrieren. Etwa 200 Meter vor dem Ziel spurtete Judith Arndt an mir vorbei und sicherte sich den Etappensieg.

Mit meinem zweiten Platz bin ich sehr zufrieden und ich habe sogar mehr erreicht, als ich mir zu Rundfahrtsbeginn vorgenommen hatte.

Jetzt geht es in großen Schritten zum Giro d'Italia. Zuvor werde ich aber noch beim Giro del Trentino und der Deutschen Meisterschft in Cottbus starten.

Bis bald also,

Eure Claudia

 

 

Fotos: copyright CJ Farquharson

Das war immer ein Traum von mir: Eine große Rundfahrt gewinnen, die Tour de l'Aude. Jetzt ist es endlich geschafft. Das gelbe Trikot gehört mir.

Die 10 Tage lange Runfahrt durchs französische Departement Aude begann mit einem, für mich, guten Prologergebnis (Platz 16). Nach dem Mannschaftszeitfahren, bei dem wir Cervélos Platz 2 belegten, rutschte ich in der Gesamtwertung auf Platz 10 vor. Zwei Tage später in der vierten Etappe ging es dann richtig zur Sache. Wir starteten unseren ersten Angriff auf das gelbe Trikot, das zu dieser Zeit Amber Neben (Nürnberger) trug. 25 km vor dem Ziel, an einem kurzen knackigen Anstieg gaben wir mit kompletter Mannschaft Vollgas. Drei von uns Cervélos "überlebten", Amber Neben hatte nur noch eine Mannschaftskollegin, Trixi Worrack. Attacke, Attacke!!! Wir schafften es, eine perfekte Spitzengruppe zu bilden: Regina Bruins und ich von Cervélo, Marianne Vos (DSB) und Nicole Cooke (Vi 1). Im Ziel hatten wir einen Vorsprung auf die Verfolger von 2:10 min und Regina übernahm die Gesamtführung vor mir auf Rang zwei.

Im zweiten Teil der Rundfahrt ging es schonungslos in die Berge. Viele schöne Pyrenäenpässe warteten auf uns, der längste mit 18 Kilometern. Die Königsetappe führte über den Col du Calvaire auf 1836 m Höhe. Auf dieser Etappe mit Start und Ziel in Osséja übernahm ich das Führungstrikot. Vom Start weg gab unsere Mannschaft Vollgas. Schon nach 11km ging es in den Pass der höchsten Kategorie (HC), 14 km lang, bei 10% Steigung. Bei der Hälfte des Anstieges lagen wir zu dritt vorne: Kristin Armstrong und ich von Cervélo und Trixi Worrack (Nürnberger). Bei der Bergwertung hatten wir 1 min Vorsprung. Wir zogen das Ding durch, wechselten uns gleichmäßig ab für 70 lange windige Kilometer. Im Ziel hatten wir 6 Minuten auf die Verfolger heraus gefahren! Eindeutig eine Vorentscheidung. Jetzt war ich in Gelb.

In den letzten drei Etappen, in denen ich das schöne Trikot verteidigen sollte, leistete meine Mannschaft unglaubliches. Kristin, Emma, Liselot, Patricia und Regina gaben Alles für mich. Wir hatten immer alles unter Kontrolle. Auf der schließlich letzten Etappe in Limoux war es endlich sicher: Gelb gehört mir. Das kann mir keiner mehr nehmen. Eine unglaubliche Erleichterung. Und größe Dankbarkeit für meine Mannschaft.

Genaue Infos findet ihr hier

Jetzt mach ich erstmal ein bisschen Pause...

Eure Claudi*

Fotos: copyright Rainer Gmach RST Fotoservice

Gestern hat Kristin Armstrong den ersten Weltcupsieg für unser Team geholt. Sie gewann die Berner Rundfahrt nach harten 136 km im Sprint gegen Marianne Vos.

Von der ersten Runde an machten wir Tempo am Berg. Es sollte ein schweres Rennen werden. In der zweiten Runde nach dem 5 km langen Ansteig bildete sich eine 6-köpfige Ausreißergruppe mit Kimberly Anderson (Columbia), Nicole Brändli (Bigla), Eva Lutz (Nürnberger) und mir. Die Gruppe lief gut für 25 km, bis der nächste Berg kam. Auf einmal herrschte Uneinigkeit und unser Vorsprung schmolz von einer Minute auf 20 Sekunden. Ich musste also attackieren. Vollgas. Das war meine Chance. Mein Vorsprung wuchs nur zäh auf 40 Sekunden. Die anderen Mannschaften arbeiteten. Sie wollten mich nicht zu weit weg lassen. Ich kämpfte 30 km alleine an der Spitze, wurde aber kurz vor Beginn der letzten Runde wieder eingefangen.

Am letzten Berg hatte ich natürlich nicht mehr genug Kraft, um ganz vorne mit zu mischen. Aber die anderen Mädels waren ganz offensichtlich auch müde. Sie waren schließlich gezwungen gewesen, mich zurück zu holen. Der Attacke von Kristin Armstrong konnte nur eine folgen: Marianne Vos (DSB-Bank). Die Verfolgerinnen zögerten einen kurzen Moment. Schnell hatten die Spitzenreiterinnen fast 1 Minute herausgefahren. Emma Pooley, Regina Bruins und ich kontrollierten die Verfolgergruppe auf den letzten 20 Kilometern.

Als ich fix und fertg ins Ziel rolle, sehe ich unseren sportlichen Leiter Manel am Straßenrand hüpfen wie ein Rumpelstilzchen. WIR HABEN GEWONNEN!!! JUHUUUU!!!

Kristin hat Marianne Vos im Fotofinish geschlagen. Wir sind überglücklich. Das war eine perfekte Mannschaftsleistung.

Ich wurde am Ende 18. und als aktivste Fahrerin geehrt.

Bis zur Tour de l'Aude!

Eure Claudia

 

Fotos: copyright CJ Farquharson

Gestern war wieder ein absolutes Saisonhighlight: der Flèche Wallonne. Beim legendären Schlussanstieg der Mauer von Huy schaffte ich es auf den dritten Platz. Beim Weltcup auf’s Podium - das hab ich noch nie geschafft – und das auch noch beim Flèche!!!

Von Anfang an waren wir als Cervélo Mannschaft sehr aktiv. Wir wollten  ein schweres Rennen. Leider stürzte Emma Pooley, eine unserer wichtigsten Fahrerinnen fürs Finale, schon nach 20 km und musste das Rennen beenden. Trotzdem hielten wir an unserer offensiven Taktik fest. Es war viel Bewegung im Rennen. Als Luise Keller ca. 30km vor dem Ziel attackierte ergab sich eher zufällig, dass ich zusammen mit ihr über einige Kilometer an der Spitze war. Kurzzeitig versuchte ich eine Soloflucht, aber als ich über Funk hörte, dass sich die komplette Equipe Nürnberger zur Verfolgung einreihte, wusste ich, dass ein Kampf alleine nur Kraftverschwendung sein würde. Also ordnete ich mich wieder im Hauptfeld ein. Auf den letzten 15 km waren hier nur noch 30 Fahrerinnen übrig. In der heißen Schlussphase leisteten meine Mannschaftskolleginnen  Sarah Düster und Christiane Söder perfekte Arbeit. Als es in die berüchtigte Mauer ging hatte ich eine sehr gute Ausgangsposition. Ich attackierte am steilsten Stück mit 23% Steigung und gab von da an alles, alles, alles. Eine fast unbeschreibliche Atmosphäre: komplett durchgedrehte Zuschauer, Gebrüll im Radio, Schmerzen ohne Ende… Als Marianne Voss und Emma Johansson an mir vorbeiziehen versuche ich stark zu bleiben, weiter zu kämpfen. Total kaputt aber sehr glücklich im Ziel weiß ich: Ich bin dritte beim Flèche Wallonne!!!

Den letzten Kilometer findt ihr hier

Bis demnächst,

Eure Claudia

Foto: copyright Gmach RST Fotoservice

Gestern konnte ich meinen zweiten Sieg in einer Woche feiern. Am Ostermontag gewann ich noch in Schönaich, gestern beim Bundesligarennen in Günzach.

Das Rennen wurde wie erwartet von den zwei deutschen Top-Mannschaften, dem Cervélo Test Team und der Equipe Nürnberger Versicherung dominiert. Schon in der dritten von 11 Runden setzte ich mich zusammen mit Amber Neben (NUR) vom Hauptfeld ab. Als wir nach knapp einer Runde wieder eingeholt wurden, odnete ich mich kurz  im Feld ein. Am nächsten Anstieg folgte ich dann der Attacke von Bianca Purath (NUR). Zu zweit fuhren wir 70km an der Spitze. Wir wechselten uns bei der Führungsarbeit gut ab und konnten unseren Vorsrung auf 6 min ausbauen. Da mir ein Sprint zu riskant war, versuchte ich 10km vor dem Ziel eine Entscheidung herbei zu führen. Ich griff am Zielberg an und hatte schnell einige hundert Meter Vorsprung. Die letzten 10km solo liefen dann fast wie von alleine... Ein schönes Gefühl zu gewinnen!

Zweite wurde also Bianca Purath, dritte meine Mannschaftskollegin Emma Pooley. Ein großes Lob an alle Cervélofahrerinnen: Sie kontrollierten routiniert das Feld und bewiesen Stärke. Danke.

 

Jetzt bin ich schon unterwegs zum Fleche Wallone, ein absolutes Highlight!

Bis dann, Eure Claudia*

Foto: copyright Holger Schmidt

Das war ein super schönes Osterrennen: die ersten Frühligsblümchen am Straßenrand, strahlender Sonnenschein und begeisterte Zuschauer in familiärer Atmosphäre.

Und doch ging es im Rennen selbst nicht so lieblich zur Sache: Von Anfang an spielte die Equipe Nürnberger ihre Stärke aus, indem alle Equipe-Fahrerinnen abwechselnd attackierten. Zahlenmaßig waren Emilie und ich, die nur zu zweit für das Cevélo Test Team an den Start gingen, den Nürbergerinnen mit einer kompletten Mannschaft weit unterlegen. So mussten wir unweigerlich das "Ermüdungsspiel" mitmachen und bei jeder Attacke mitgehen. Bis es mir schließlich zu bunt wurde. Ich wusste: Angriff ist die beste Verteidigung, ich musste mich also alleine absetzen, bevor mich die blaue Übermacht kaputt fahren konnte. 20 km vor dem Ziel, am steilen Anstieg, setzte ich meinen kompromisslosen Angriff. Niemand konnte folgen. Jetzt hieß es nur noch Kopf nach unten und die Sache durchziehen. Und  JUHU!!! mit 1:38min Vorsprung gewann ich das harte, wunderschöne Rennen.

Die komplette Ergebnisliste findet ihr hier

Bis zum nächsten mal,

Eure Claudia

Foto: copyright CJ Farquharson

 

Das war eines der brutalsten Rennen, das ich je gefahren bin: 120 km lang ströhmender Regen bei 7°C. Obwohl die Strecke mit fünf langen Bergen eigentlich hätte schweißtreibend sein müssen wurde es nie richtig warm.

Zu Beginn der ersten Runde attackierten wir Cervélos mit der Vorjahressiegerin Emma Pooley. Ein ungewöhnlicher Schachzug, der die anderen Mannschaften schließlich für die nächsten knapp 100km auf Trab halten sollte. Wir hielten das Feld stets unter Kontrolle und konterten die zahlreichen Attacken der immer nervöser werdenden Konkurentinnen. Als Emma am Vorletzten Berg in Sichtweite kam, ging die entscheidende Gruppe mit folgenden vier Fahrerinnen: Kristin Armstrong von uns, Marianne Vos, Eva Lutz und Emma Johansson. Zu diesem Zeitpunkt waren meine Hände bis zum Ellbogen komplett eingefrohren, die Muskeln wie gelähmt. Der Funk war seit langem wegen des starken Regens ausgefallen und wir Fahrerinnen im Feld wussten nicht, dass sich die Führungsgruppe nochmal zerlegte. Leider war unsere Kristin im zweiten Teil zusammen mit Eva, währed vorne Marianne Vos und Emma Johansson zum Sieg fuhren. Es gewann Marianne Vos vor Emma Johansson, dritte wurde Kristin Armstrong vor Eva Lutz. Sarah Düster und ich bereiteten für Kirsten Wild den Sprint des Hauptfeldes um Platz 5 vor, den sie überlegen gewann.

Ich denke mit einem dritten Platz beim Weltcup darf man zufrieden sein. Und schon diesen Sonntag gibts die nächste Chance: die Flandernrundfahrt!!!

Bis dann,

Eure Claudia

So macht Radfahren Spaß: Die Trofeo Etrusca waren drei superschöne Renntage wie aus dem Bilderbuch. Immer Aktion, Angriff, eine spektakuläre Mannschaftsleistung und am Ende zwei Siege für uns.

An allen drei Tagen hatten wir strahlenden Sonnenschein, starken Wind und die Strecken waren durch die langen Berge sehr anspruchsvoll. Es gab keine einzige langweilige Rennphase. Für mich waren das perfekte Tage um in Form zu kommen und ich gab alles für meine Mannschaftskolleginnen.

Am ersten Tag ein Doppelsieg: Es gewann Emma (Pooley) vor Kristin (Armstrong). Der zweite Tag gehörte Sarah (Düster), die ihren ersten internationalen Sieg feiern konnte.

Jetzt bleiben wir noch eine Woche in der Toscana, bis zum ersten Weltcup in Cittiglio...

Bis dann, Claudia

Nach einer langen Winterpause hat auch für mich letztes Wochenende die neue Rennsaison begonnen. Am Freitag habe ich gerade noch meine Prüfung in der Uni gechrieben, und am Samstag stand ich dann in Brissago am Start. Und gleich ist man wieder mitten drin in der schönen, bunten Radsportwelt.

Mit dem Rennen selbst kann  ich nach der langen Uni-Lernerei ganz zufrieden sein. Im Finale auf den letzten 40km sollten drei steile lange Berge die Entscheidung bringen. Bei den ersten beiden Anstiegen konnte ich noch mit der 5-köpfigen Spitzengruppe mithalten. Für den letzten Berg reichten meine Kraftreserven leider nicht mehr aus und ich fiel zurück. Am Ende gewann Noemi Cantele vor Jeani Longo und Eva Lutz. Die beste Fahrerin aus meiner Mannschaft war Sarah Düster auf Platz 5.

Ich bin sehr glücklich wider im Rennsattel zu sitzen und freue mich auf die nächsten Rennen.

Bis dann,

die Claudi

 

Das waren wirklich zwei unglaublich schöne Wochen im Trainingslager mit meinem neuen Team, dem Cervélo Test Team. Auch ohne Sonne hatten wir eine perfekte Saisonvorbereitung in den portugisischen Bergen. Mit meinem neuen Cervélo Rad komme ich super zurecht, ein extrem wendiges und steifes Rad.

Die Stimmung war perfekt. Mit den Mädels aus meiner Mannschaft hab ich mich ja schon beim ersten Teamtreffen im Oktober super verstanden. Aber auch die Männer, mit Carlos Sastre, Thor Hushovd und Co, die ich erst jetzt kennen gelernt habe, sind absolut unkompliziert, offen und echt nett. In entspannter, lockerer Atmosphäre beim Essen, saßen wir Frauen, die Männer, Sponsoren und Presse an gemischten Tischen. Auch bei der Teampräsentation wurde die Frauen- und Männermannschaft auf der Bühne durchgemischt. Ich denke, das ist eine große Chance für den Frauenradsport. Es ist ein schönes Gefühl, all diese erfolgreichen Rennfahrer als Kollegen zu haben.

Ein besoneres Highlight war der Besuch bei Formel 1 Rennfarer Fernando Alonso. Nachdem er bei uns einen Tag mit dem Rennrad mit trainiert hatte, lud er die gesamte Mannschaft zu einem Testtraining in Spanien ein. Er zeigte uns sein Formel 1 Auto, erklärte das höchst komplizierte Lenkrad und die Teststände. Eine interessante, einmalige Erfahrung!

Das Besondere und für mich Neue am Cervélo Test Team war das Interresse der Sponsoren an Erfahrungswerten und Sichtweisen der Rennfaher. Es entstand eine Stimmung der Zusammenarbeit bei neuen, innovativen Ideen. Mit Hilfe von mehreren Tests tüftelten wir Fahrer gemeinsam mit den Sponsoren an der perfekten Sitzposition, der Einstellung der Q-Rings und dem Leistungsmesssystem Quark.

Ich freue mich auf die neue Saison 2009! Ich hab ein gutes Gefühl!

Bis bald, die Claudi

 

 

Ich kanns schon gar nicht mehr erwarten, endlich wieder in der Sonne Rad zu fahren! Und bald gehts los ins Trainingslager nach Portugal. Am 12. Januar werd ich endlich meine neuen Teamkolleginnen wieder sehen und auch die Männer vom Cérvelo Testteam kennen lernen.

Obwohl die Bedingungen hier in München nicht immer optimal sind, macht das Wintertraining trotzdem Spaß. Bei zu viel Schnee und Eis zum Rennradfahren gehe ich Mountainbiken, Laufen oder Klettern. Vor allem das Klettern ist echt eine tolle Sache. Muskelkater am ganzen Körper ist garantiert. Für mich persönlich ist Klettern eine schöne Alternative zu Kraftgeräten im Fitnessstudio.

Zusätzlich lerne ich jetzt im Winter viel für meine Uniprüfungen (Maschinenbau). Im März will ich mein erstes Vordiplom abschließen und dazu fehlt mir nur noch eine Prüfung, nämlich Mathe. Langweilig wird mir also sicher nicht!

Bis bald,

die Claudi

Hier bin ich wieder, hochmotiviert mitten im Wintertraining.

Viele von euch haben meinen Telefonauftritt bei  www. muax.de  ja schon entdeckt. Der Anruf war wirklich eine totale Überraschung und ich war ganz schön perplex!!! Sehr, sehr witzig!!!

Ich hab gleich noch eine schöne Neuigkeit für euch: Nächstes Jahr werde ich für das Team Cervélo fahren. Wir hatten schon ein erstes Teamtreffen- wirklich eine super sympathische, fast schon familiäre Truppe. In den drei Tagen in der Schweiz hatten wir tierisch Spaß: Wir waren Bergwandern, Bowlen, im Klettergarten und es gab echtes schweizer Käsefondue. lecker, lecker! Natürlich gabs auch ein paar organisatorische Dinge zu besprechen und wir hörten interessante Vorträge.

Das war ein gelungener Auftakt. Ich hoffe, der Schritt zu Cervélo ist ein Schritt nach vorne. Ich freue mich auf neue Aufgaben, auf eine neue Herausforderung.

Viele Grüße aus dem Schnee

Eure Claudi*

 

ZwetschgendatschiHeute ist das Novemberheft der Radsportzeitschrift TOUR erschienen - und darin abgedruckt das Rezept für den leckeren Häusler'schen Zwetschgendatschi.

Mit freundlicher Genehmigung vom Delius Klasing-Verlag darf das Rezept nun auch hier für die Feinschmecker der Welt zur Verfügung werden

- Guten Appetit! :-)

 

 

 

Das war wirklich absolute Gänsehautstimmung. Ein wunderbares Radsportfest in Varese. Begeisterte, emotinsgeladene Zuschauermassen, die anfeuern, jubeln und feiern.

Am Ende haben wir als deutsche Nationalmannschaft mit Judith Arndt die Bronzemedaille gewonnen. Ein Ergebnis aus perfekter Mannschaftsarbeit.

Am Vorabend bei der Mannschaftsbesprechung legten wir fest, dass die 140 WM-Kilometer richtig hart werden sollten. Wir wollten ein aktives, offensives Radrennen. Und so war es dann auch: schon in der ersten von 8 Runden waren wir mit Charlotte Becker, Angela Hennig und Luise Keller in einer 13 Köpfigen Spitzengruppe vertreten. Somit setzten wir die Holländerinnen und Italienerinnen unter Zugzwang. Das Feld konnte sich keine Ruhepause gönnen. Es war immer Zug auf der Kette. Besonders England versuchte mit starken Bergfahrerinnen, wie Emma Pooley und Sharon Laws, an die vordere Gruppe "heran zu springen". Für solche Angriffe war ich zuständig. Ich ging die Atacken mit, es kam aber keine durch.

Am Anstieg bevor es in die letzte Runde ging, kam meine Hauptarbeit. Die vordere Gruppe zerbröselte und unsere Mädels hatten schwer zu kämpfen. Ich attackierte und machte somit das Rennen richtig schwer und verkürzte gleichzeitig den Vorsprung der Asreißerinnen. Nach einem weieren Antritt auf dem Flachstück bevor es in die letzte Runde ging, war ich ganz schön kaputt und ich rutschte im lang gezogenen Feld nach hinten. Erst jetzt holten wir die Ausreißergruppe ein. Im steilen Anstieg kommt der entscheidende Angriff von Marianne Voss (NL). Ich bin leider durch meine vorhergehenden Atacken zu weit hinten im Feld. Trotzdem kämpfe ich mich am Berg nach vorne. Auf der Kuppe bin ich die dirtte, die die entscheidende 5-er Gruppe verpasst.

Aber für unsere Mannschaft ist die Gruppe perfekt: Trixi und Judith sind dabei. Die anderen 3 Fahrerinnen sind Olympiasiegerin Nicole Cook (GB), Marianne Voss (NL) und Emma Johannson (SW). Die Fünf an der Spitze schenken sich keinen Meter. Über Funk höre ich das Gebrüll vom Bundestrainer aus dem Auto. In einem packenden Finale wird Judith dritte.

Ich selbst gebe im Spurt vom Hauptfeld nochmal alles und lande am Ende auf Platz 11. Mit meiner eigenen Platzierung und vor allem mit der Mannschaftsleistung bin ich sehr zufrieden.

Das war ein superschöner Saisonabschluss!!!

Ciao, Eure Claudi*

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn man gewinnt, hat man die ganze Quälerei schnell vergessen. Das war aber wirklich kein Zuckerschlecken! Bei Dauerregen und 12°C können 90km ganz schön lang und mühsam werden!

Schon in der ersten von 10 zu fahrenden Runden attackierte ich am Berg, um eine Vorentscheidung herbei zu führen. Es entstand eine fünfköpfige Spitzengruppe mit Eva Lutz, Larissa Kleinmann und mir von der Equipe Nürnberger, und mit Sandra Dietl und Stefanie Pohl. In der Gruppe herrschte aber Uneinigkeit und so machte sich Larissa mit einem beherzten Antritt alleine aus dem Staub. Als Sandra merkte, dass sie bei der Verfolgung  keine Unterstützung von Stefanie bekam, attackierte sie selbst. Ich war sofort an ihrem Hinterrad und wir fuhren zu zweit in den 2km langen, gefürchteten Anstieg. Dort verlor ich Sandra und konnte kurze Zeit später zu Larissa aufschließen.

So war die Situation für uns taktisch perfekt. Larissa und ich konnten unseren Vorsprung auf 3 Minuten ausbauen. Dank optimaler Zusammenarbeit erreichten wir zu zweit als Sieger das Ziel. Um den Zusammenhalt zu demonstrieren fuhren wir Hand in Hand über die Ziellinie. Leider kann nur eine gewinnen, mein Vorderrad war am Ende ein bisschen weiter vorne. Eva wurde dritte und hat somit den Sieg in der Bundesligagesamtwertung sicher.-JUHU!!!

Das war eine spitzen Mannschaftsleistung! Danke nochmal an alle und ganz besonders an die Lari!   ;o)

Nächste Woche starte ich beim Giro della Toscana, dem letzten Rennen vor der WM in Varese.

Ciao, Eure Claudi *

Hier bin ich wieder nach einer kleinen Sommerpause. Nach dem Giro bin ich noch die Thüringenrundfahrt gfahren, bei der sich doch schon erste Müdigkeitserscheinungen zeigten. Danach hab ich mein Radl erstmal für 2 Wochen in die Ecke gestellt. Garnicht so einfach, wenn man gewohnt ist, jeden Tag seine Runden zu drehen. Es ist aber echt ganz gut, mal ein bisschen Abstand zu gewinnen. Nach den 2 Wochen hab ich mich wieder voll auf mein Radl gefreut!

Mit meinem Freund war ich dann 14 Tage im "Urlaubstrainingslager" in der superschönen Toscana. Jeden Tag strahlender Sonnenschein, 32°C, Meer, italienisches Eis, Grillabend, Florenz Angucken... Da könnte man echt ins Schwärmen geraten! Auf jeden Fall habe ich sehr hart trainiert und bin wieder heiß auf die nächsten Rennen.

Bis dann,

Eure Claudi *

 

 

Wow!!! Davon habe ich so lange geträumt: ein Etappensieg bei einer großen Rundfahrt. Und dann ist es auch noch die größte und wichtigste geworden, die es bei uns Frauen gibt, der Giro.

Der Tag fing schon gut an. Es war nämlich Regen angekündigt. Das ist wunderbar, wenn man davor 5 Tage lang bei 38°C gebrutzelt wurde. Auf dem Programm der 6. Etappe standen zunächst 60km wellig, dann zwei Berge der ersten Kategorie, der erste 8, der zweite 10km lang mit Steilstücken an die 15%. ("freu!  ;o) ") Nach der Abfahrt des zweiten Berges kam noch ein Flachstück von 12km zum Ziel.

Über die Kuppe vom ersten Berg fuhr ich als erste von einer 12-köpfigen Spitzengruppe und sicherte mir die Punkte im Kampf um das Bergtrikot. bereits zu Beginn der 8km langen und technisch sehr anspruchsvollen Abfahrt kam die befürchtete Attacke vom Team Bigla. Nicolle Brändli (CH) und Noemi Cantele (I) sürzten sich die schmale Straße hinunter und hatten unten einen Vorsprung von 1min. Nicolle Brändli, die den Giro bereits mehrere male gewonnen hat, holten wir erst 3km vor der letzten Bergwertung ein. Und dann war es soweit: Das Gewitter prasselte los. Stockfinster wie in der Nacht, das Donnergrollen im Rücken ging es die letzten Kehren nach oben. Schön schaurig....Amber Neben (USA) vom Team Flex Point und ich gingen mit 30 sec Vorsprung in die letzte Abfahrt. Schon bald kam wieder Nicolle Brändli an uns vorbei geschossen. Sie ging aber zu viel Risiko und stürzte. Unten im Tal lagen wir zu dritt vorne, Amber Neben, Nikolle Brändli und ich. Unsere kleine Gruppe lief gut, wir wechselten uns bei der Führungsarbeit ab. Immernoch Regen. Die Kilometerschilder fliegen an uns vorbei...Der rote Lappen...das 300m-Schild...vor mir sehe ich eine 90° Rechtskurve. Ich trete an. Ich will als erste in die Kurve. Huiuiui, das war ganz schön knapp an der Bande entlanggefeilt. ein kleines Loch hinter mir. Jetzt durchziehen. Alles, alles, alles, kein Blick zurück. JAAAAAA!!! Ich habe gewonnen!!!

In dieser Etappe fuhr ich auf Platz zwei in der Gesamtwertung hinter Fabiana Lupperini (I) vom Team Menikini. Sie gewinnt am Ende den Giro, ich rutsche auf  Platz 3 zurück, bin aber trotzdem glücklich. Außerdem gewinne ich die Nachwuchswertung, das weiße Trikot.

Die Ergebnislisten und andere schöne Sachen findet ihr unter www.girodonne.it

 

Eure Claudia*

Häusler nun Zweite und im Bergtrikot

Nürnberg, 11. Juli 2008 – Claudia Häusler hat die sechste Etappe des Giro d’Italia der Frauen (5. – 13. Juli/UCI 2.1) gewonnen. Die Fahrerin der Equipe Nürnberger Versicherung gewann den schweren Abschnitt von Cardomo Al Campo nach Laveno Mombello über 113,4 Kilometer im Spurt einer dreiköpfigen Spitzengruppe vor der Amerikanerin Amber Neben (Flexpoint) und Nicole Brändli aus dem Bigla Cycling-Team. In der Gesamtwertung verbesserte sich Claudia Häusler nun auf den zweiten Platz hinter Fabiana Luperini (Menikini), die mit einer Minute Rückstand auf die Spitze das Ziel erreichte. Nürnberger-Profi Häusler ist jetzt außerdem im Besitz des Bergtrikots. Edita Pucinskaite büßte auf der sechsten Etappe, die von Regen begleitet wurde und zahlreichen Stürzen geprägt war, ihren zweiten Gesamtrang ein und fiel auf Platz fünf zurück.

 

Juhu!!! Das ist einer meiner größten Erfolge seit dem Gewinn der Deutschen Straßenmeisterschaft 2006. Bei einer Rundfahrt der ersten Kategorie auf Platz 3!

Mein Lieblingsrennen, der Giro del Trentino ging dieses Jahr über drei Tage durch die malerische Berglandschaft am Gardasee.

Bereits bei der ersten Etappe hatten wir Grund zu feiern. Nach 135km Hitzeschlacht bei 38°C und einem rasanten Finale schafften wir es, den Sprint für Regina (Schleicher) perfekt vorzubereiten. Und auf Regina ist Verlass: Etappensieg!

Die zweite, alles entscheidende Etappe führte von Süden auf den Mendelpass. Eine Bergankunft genau nach meinem Geschmack. Zu den großen Favoritinnen zählten Fabiana Lupperini (I), natürlich die Vorjahressiegerin Edita Pucinskaite (LTU), Judith Arndt (D),Marianne Voss (NL), Nicolle Brändli (CH), Weltmeisterin Marta Bastianelli (I), die Amerikanische Meisterin Mara Abbot, Trixi Worrack (D) und vielleicht auch ein bisschen ich. Jedenfalls wusste ich, dass das meine Chance ist!

Vor dem 20km langen Anstieg aber wurden wir zunächst auf ein paar hügelige Runden im Tal geschickt. Und schon bei km 20 entstand eine ernst zu nehmende, 4-köpfige Spitzengruppe. Linda Villumsen von High Road attackierte, ich folgte ihr sofort und Fabiana Lupperini(Team Menikini) schloss wenige Kilometer später zusammen mit Mara Abbott (auch High Road) zu uns auf. Der heiße Gegenwind erschwerte unsere Flucht und wir wurden ca 30 km später von der Verfolgergruppe eingeholt. Jetzt waren wir ein kleines erlesenes Feldchen von ca 20 Fahrerinnen. Noch schnell vom Begleitauto was zu trinken holen, Wasser über den Kopf schütten bevor der Berg kommt...

Wer den Mendelpass kennt, weiß, dass er nicht wirklich steil ist. Vor der Passhöhe aber bogen wir rechts in eine kleinere Straße ab. Von dort aus waren es noch 4,5km ins Ziel. Und die hatten es in sich! Beim Abzweiger lag eine Fünfergruppe 20 sek vorne, die durch einen Angriff von unserer Edita entstanden war. Als ich von hinten sehe, dass sie "reißen lassen" muss, trete ich an. Keine kann mir folgen. An den Abgefallenen aus der vorderen Gruppe kämpfe ich mich vorbei. Ich kämpfe um jede Sekunde, Lupperini und Abbott immer in Sichtweite. Im Ziel schaffe ich es auf Platz 3, nur 25 Sek hinter der Siegerin Lupperini.

Und das blieb auch nach der letzten Etappe der Stand der Gesamtwertung. Lupperini gewinnt den Giro del Trentino vor Mara Abbott und mir.

 

Als nächstes fahre ich die Deutsche Straßenmeisterschaft in Bochum, dann gehts zum Giro d'Italia.

Ciao, Eure Claudia

Die Titelverteidigung hat nicht geklappt: Jetzt ist Trixi neue Deutsche Bergmeisterin. Trotzdem bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden. Die Entscheidung war schließlich unglaublich knapp.

Es war wirklich ein saudummes Gefühl gegen die eigene Mannschaftskollegin zu sprinten. Wir wollten aber eine sportliche Entscheideng herbeiführen. Also beschlossen wir nach 80km gemeinsamer Flucht, bis zur 500m Marke zusammen zu bleiben und ab da das Rennen "aus zu fahren".

Bereits am ersten Anstieg konnten wir uns zu dritt absetzen: Eva, Trixi und ich, alle von der Equipe Nürnberger. Unser Vorsprung auf die Verfolger wurde von Runde zu Runde immer ein bisschen größer und stieg auf 3min. Die sieben zu fahrenden Runden waren extrem anspruchsvoll, aber gerade das ist es ja, was mir so gut gefällt. Wir hatten einen schönen Rhythmus gefunden, aber es kann ja leider nur Einer gewinnen. Schließlich schlug mich Trixi knapp im Sprint, Eva wurde dritte.

Nächste Woche starte ich bei der Rudfahrt Emakumeen Bira in Spanien. Da soll es auch viele schöne Berge geben.

Eure Claudi*

 

Geschafft! Von der ersten bis zur letzten Etappe habe ich das rosa Nachwuchstrikot getragen. Jetzt steht der Gesamtsieg endlich fest. Außerdem haben wir als Euipe Nürnberger die Mannschaftswertung gewonnen....JUHU!!!

Nach der letzten Etappe in Limoux geht der Gesamtsieg an Susanne Ljungskog aus Schweden. Platz zwei belegt Judith Arndt vor unserer Trixi. Ich selbst bin auf Platz 7.

Eine ausführliche Ergebnisliste findet ihr unter www.tour-aude-cyclist-feminin.com

 

In guter Form werde ich nächsten Sonntag zur Titelverteidigung bei der Deutschen Bergmeisterschaft in Untergrießbach starten. Bis dann, Eure Claudia

Gerade sind wir fertig mit dem Abendessen und der Massage und gleich werd ich auch schon ins Bettchen hüpfen. Aber vorher erzähl ich Euch noch was.

Auf dem Streckenprofil hat die heutige Etappe sauschwer ausgesehen: drei schöne 10km lange Pässe und kein langes Flachstück...Juhu!!!... Leider war die Etappe dann doch viel zu leicht für einen Bergfahrer. Die Anstiege waren einfach viel zu flach.   :(    So hat sich nach gefühlten 70 kampfbereiten Atacken nichts gravierendes in der Gesamtwertung geändert. Susanne Ljungskog führt mit einigen Minuten Vorsprung vor Judith Arndt und unserer Trixi. Ich selbst bin sechste und konnte mein rosa Trikot (Führung in der Nachwuchswertung) von der ersten Etappe an verteidigen.

Jetzt stehen uns noch drei harte Tage bevor. Also bitte weiterhin Daumen drücken!

Eure Claudia

 

Mehr infos und Ergebnislisten findet ihr unter www.tour-aude-cycliste-feminin.com

 

Puh, das Mannschaftszeitfahren hab ich überlebt!!! So aufgeregt war ich schon lange nicht mehr vor einem Radrennen. Ein Mannscheftszeitfahren macht natürlich nur dann Spaß, wenn man mit einer starken Mannschaft startet, allerdings wirds dann aber auch eine ganz besonders "spaßige" Quälerei. Aber gestern (2. Etappe), nach 28 km Schinderei hab ichs geschafft zusammen mit unseren top Zeitfahrerinnen, Lotte, Trixi und Edita ins Ziel zu kommen. Wir sind Dritte geworden! Nur 2 Sekunden hinter High Road und 8 Sekunden hinter der siegreichen Nationalmannschaft aus Holland. Dieses gute Ergebnis haben wir natürlich auch der Eva und Sus zu verdanken.

Jetzt ist Trixi zweite in der Gesamtwertung, nur knapp hinter Judith. Ich selbst bin fünfte und konnte meinen Vorsprung in der Nachwuchswertung ausbauen, die ich seit zwei Tagen anführe.

Heute steht eine Flachetappe auf dem Programm.

A bientot aus Frankreich,

Claudia*

 

 

Schon zu Beginn der zweiten von 6 zu fahrenden Runden konnte ich mich zusammen mit der Specializedfahrerin Mirjam Hauser-Senn vom Feld absetzten. Unser Vorprung betrug allerdings nie über 30 Sekunden. Kurz bevor es auf die letzte Runde ging, holte uns das Hauptfeld ein. So ein Mist! Alle Arbeit umsonst?!

Nach nur einem Kilometer im geschlossenen Feld atackierten meine Beine vor lauter Ärger wie von selbst. Den Anstieg auf der "großen Scheibe" voll durchgezogen, hatte ich ein schön großes Loch aufreißen können. Auf der Abfahrt mit Gegenwind schloss die Weltcupsiegerin Emma Pooley (auch Specialized) auf. Im Zielsprint spurtete ich an ihr vorbei: Sieg!!!
 - ein schönes Gefühl.

Die Blumen hat natürlich meine Mama zum Muttertag bekommen.

Bis bald, dann schreib' ich euch von der Tour de l'Aude

Eure Claudia

 

Schon am ersten Berg spürte ich, dass meine Beine heute richtig gut gehen. Überraschend früh kam der erste Angriff von Nicolle Brändli und Christin Armstrong. Obwohl ich eigentlich zu weit hinten im Feld in den ersten Anstieg hineingefahren war, konnte ich alleine zu der 9 köpfigen Spitzengruppe um diese zwei Topfavoritinnen aufschließen. Es fehlte jedoch ein wichtiges Trikot in dieser Gruppe: Das Team High Road war nicht vertreten. Alle Helferinnen von Judith spannten sich also vor das Feld und führten den Zusammenschluss herbei.

Schon jetzt waren von den ursprünglich 160 Sterterinnen nur noch 40 Fahrerinnen vorne. Die insgesamt 136km wurden extrem schnell begonnen und der 5km  lange Berg, der sich auf jeder der 4 zu fahrenden Runden noch ein bisschen länger anfühlte, machte das Rennen "sau schwer".

"Pofff!!!!" Mitte der zweiten Runde platzt mein Hinterreifen. Direkt nach dem Berg. Da dauert es immer etwas länger, bis der Renndienstwagen an den Abgehängten vorbeigelassen wird. Die Zeit, bis das Auto dann kommt fühlt sich ewig an. Schnell, schnell das Hinterrad wechseln und die Aufhohljagt kann beginnen. Zuerst allein, dann in der Kolonne von Auto zu Auto. Zurück im Feld blieb kaum Zeit, sich zu erholen. Es gab auffällig viele Atacken. Sicherlich wegen den anstehenden Olympia- Qualis.

Nach der mörderischen Quälerei über den letzten Berg waren wir nur noch 17 Fahrerinnen. Von uns nur noch Edita und ich. Trixi, die schnell im Sprint wäre, war leider nicht mehr dabei. Wir konnten also nicht abwarten, wir mussten atackieren. Erst ich, mit Schwung von hinten und dann schön durchziehen. Als ich wieder zurückgeholt wurde sofort Edita, die hier letztes Jahr auf diese Weise gewonnen hatte. Als auch sie wieder eingefangen war, atackierte Susanne Ljungskog ca. 15 km vor dem Ziel. Sie profitierte von unseren vorherigen Ausreißversuchen, da ihr niemand mehr folgen wollte oder konnte. Sie rettete schließlich ein paar Sekunden Vorsprung ins Ziel und gewann.

Edita und ich versuchten so gut wir konnten im Sprint "rein zu halten". Ich fand Judiths Hinterrad und "biss mich daran fest". Noch 600m. Doch plötzlich "RUMS" ein Sturz direkt links neben mir. Das war einfach zu viel für meine Bergflohnerven. Ich zögerte einen Moment und der Zug war abgefahren. Ich wurde schließlich 12., Edita 10.

Auch wenn mich der Sprint doch ein bisschen ärgert, bin ich sehr zufrieden mit meiner Leistung.

Bis zum nächsten mal,

Eure Claudia*

 

 

 

Mein Bergfahrerherz schlägt ja eher für eine schöne sonnige Alpenetappe beim Giro mit gerne mindestens10 km Schlussanstieg. Zugegebenermaßen auch anstrengend aber doch irgendwie angenehmer als die Quälerei am Sonntag. Bei dem legendären Frühjahrsklassiker, der Novillon Damesronde in Drenthe (NL) blieb uns auch in diesem Jahr nichts erspart:

Bereits nach 30km begann der harte Positionskampf um die vordersten Plätze im Feld, denn das gefürchtete Kopfsteinpflaster kam immer näher. Das ist aber kein normales Kopfsteinpflaster!!! Eigentlich ist es ein Feldweg mit runden Steinbrocken, glitschig, feucht, bemoost. Der Weg ist so gewölbt, dass man fast nur in der Mitte fahren kann, da man sonst in den Straßengraben "runtergeprellt" wird. Überholen ist also kaum möglich. Alles rattert und knallt so sehr, dass man sich gar nicht mehr richtig darauf konzentrieren kann, wo man eigentlich hinfährt. Ich glaube ja, dass das Gehirn durch die Stöße irgendwie abschaltet. Man weiß gar nicht mehr, ob man den Lenker noch festhält oder ob er schon davongehüpft ist, so taub sind die Hände.

Nach dieser kilomerterlangen Kopfsteinpflasterpassage blieb kaum Zeit zum Aufatmen. Wir hatten eine Ausreißergruppe mit mehreren Favoritinnen verpasst. Lotte und ich spannten uns zusammen mit dem Team Platteland vors Feld und konnten die Lücke schließen. Das zermürbende Spiel ging weiter. Regen. Viele Atacken.

Beim ersten kurzen knackigen Anstieg auf den "Müllberg" (das ist wirklich ein alter bewachsener Müllberg), ca. 50km vor dem Ziel verpassten wir erneut eine Ausreißergruppe. Diese acht Fahrerinnen hatten schnell zwei Minuten Vorsprung. Alle großen Mannschaften, außer wir, waren vertreten. Wir reihten uns ein und machten uns auf die Verfolgung. Im Wind ackerten wir über 20km. Der Vorsprung wurde aber nur langsam kleiner.  Eine nach der anderen "platzte", konnte sich nicht mehr an der harten Führungsarbeit beteiligen und beendete das Rennen vorzeitg. Schließlich mussten wir feststellen, dass sich unsere Arbeit nicht gelohnt hatte. Die Gruppe kam durch und Kristin Armstrong gewann. Von uns fuhren nur Trixi und Suzanne ins Ziel. Lotte, Lari, Regina und ich nahmen die Abkürzung zu den Duschen. Die waren dann zu allem Überfluss auch noch kalt.

Ich freu mich schon auf den Sommer!!!!!

Bis zum nächsten mal,

Eure Claudia

 

Was sich zuerst wie ein überoptimistisches Gewitzel angehört hat, reifte zum überaus erfolgreichen Plan: Als wir Fahrerinnen zwei Stunden vor dem Start zum Frühjahrsstraßenpreis in Fürth zusammen im Mannschaftsbus saßen, während draußen ein Graupelschauer nach dem anderen herunterprasselte, beschlossen wir folgendes: Wir werden bereits nach 20km das Feld zerlegen und mit allen vier Equipe Nürnberger Starterinnen in der Spitzengruppe vertreten sein. Lari, Mode, Marie, ich und ein oder zwei andere Fahrerinnen dürfen auch dabei sein. –Ein sehr optimistischer Plan, oder?

Aber Achtung! Genau so setzten wir ihn um! Bei der ersten Zielpassage starteten wir den entscheidenden Angriff, sammelten uns schnell, und machten uns ruck zuck aus dem Staub. Wir blauen Vier und Sandra Dietl vom Team Stuttgart hatten schnell zwei Minuten Vorsprung.

Wer von uns gewinnen würde, war nun wirklich egal! Lari und Mode setzten sich ca. 10km vor dem Ziel ab, um den Sieg endgültig zu sichern. Hand in Hand fuhren sie vor begeisterter Zuschauerkulisse über die Ziellinie. Marie wurde schließlich dritte, ich vierte.

 

Nächstes Wochenende werde ich in Drenthe (NL), einem äußerst ungeliebten, flachen, schnellen, dreckigen und windanfälligen Rennen mit Kopfsteinpflaster starten.

 

Bis dahin,

Eure Claudi

da bin ich wieder zurück aus Italien und und kann euch von den ersten Rennen berichten: Am Ostermontag gings los mit dem ersten europäischen Weltcup der Saison in Cittiglio.

Unsere Sus (Suzanne de Goede) ist zweite geworden. Sie gewann den Sprint aus einer ca.30 köpfigen Verfolgergruppe hinter der Siegerin Emma Pooley.

Ich selbst konnte auf dem schön bergigen Kurs das Feld gut kontrollieren. Mein Part war es, immer zur Stelle zu sein, falls es brenzlig wurde, so dass Sus und Trixi (Worrack) Körner sparen konnten. Als es auf die letzten 15 km ging, war meine Arbeit getan und ich rollte mit der zweiten Gruppe ins Ziel.

Ich habe gespührt, dass ich so lansam in Form komme und bin also ganz zufrieden mit meiner Leistung. Meine Saisonhöhepunkte kommen ja noch.

 

Nach dem Weltcup haben wir eine Woche Trainingslager in der Toscana drangehängt. Zum Abschluss sind wir am Wochenende noch zwei harte, bergige Rennen, GP Etrusca gefahren. Beim ersten konnte ich den Sprint vom Hauptfeld gewinnen und wurde somit 11.

Wie gesagt: die Form kommt...

Bis bald,

Eure Claudi

Juhu!!! Los gehts! mit Schwung und Elan in die neue Saison!

Zu einer vernünftigen Saisonvorbereitung gehört natürlich das obligatorische Trainingslager auf Mallorca. Jeden Tag Sonne, blauer Himmel, Mandelblüte, Palmen. Und das wichtigste: eine super Truppe, alle hochmotiviert, eifrig, fleißig und für jeden Spaß zu haben.

Wir wohnten im Maritim Hotel in Peguera, also in einer etwas bergigeren Gegend. Jeden Morgen machten wir 15 min Frühsport, ein kleines Dehnprogramm, dann gabs Frühstück und ab aufs Rad. Bei bis zu 6 Stunden Training genehmigten wir uns auch mal ein kleines Kaffepäuschen. Halbwegs K.O. im Hotel angekommen, konnten wir uns auf eine entspannte Massage bei unserem kleinen Engelchen, der Maja, freuen. Vor dem Abendessen trafen wir uns noch zu einer kleinen Besprechung mit der Sportlichen Leitung, wie das Training war, und was am nächsten Tag ansteht.

In den zwei Wochen hatten wir auch an mehreren Tagen netten Besuch von Sponsoren und Presse. Es war also immer volles Programm. Wir haben unheimlich viel zusammen gelacht und ich blicke sehr zuversichtlich in die neue Saison 2008.

Bis bald,

Eure Claudi :o) 

Das freut einen wirklich, von so vielen Leuten zu hören:" Du hast einen richtig guten Job gemacht! Nur schade, dass ihr am Ende so viel Pech hattet."
Und so war's ja auch. Das scheint im Fernsehen angekommen zu sein. Taktisch, denke ich, haben wir uns keinen Fehler vorzuwerfen. Die ganze Mannschaft hat richtig gut harmoniert. Von Beginn an kontrollierten die Lui (Luise Keller) und Hanka das Feld. Eva hatte immer ein Auge auf Judith, die natürlich zu den absoluten Topfavoritinnen zählte. Auch Trixi und ich waren für's Finale vorgesehen. ...

 


zurückblättern: STARTSEITE  |  weiterblättern: STECKBRIEF