AKTUELL
Weltcup Trofeo Alfredo Binda
Foto: copyright CJ Farquharson
Das war eines der brutalsten Rennen, das ich je gefahren bin: 120 km lang ströhmender Regen bei 7°C. Obwohl die Strecke mit fünf langen Bergen eigentlich hätte schweißtreibend sein müssen wurde es nie richtig warm.
Zu Beginn der ersten Runde attackierten wir Cervélos mit der Vorjahressiegerin Emma Pooley. Ein ungewöhnlicher Schachzug, der die anderen Mannschaften schließlich für die nächsten knapp 100km auf Trab halten sollte. Wir hielten das Feld stets unter Kontrolle und konterten die zahlreichen Attacken der immer nervöser werdenden Konkurentinnen. Als Emma am Vorletzten Berg in Sichtweite kam, ging die entscheidende Gruppe mit folgenden vier Fahrerinnen: Kristin Armstrong von uns, Marianne Vos, Eva Lutz und Emma Johansson. Zu diesem Zeitpunkt waren meine Hände bis zum Ellbogen komplett eingefrohren, die Muskeln wie gelähmt. Der Funk war seit langem wegen des starken Regens ausgefallen und wir Fahrerinnen im Feld wussten nicht, dass sich die Führungsgruppe nochmal zerlegte. Leider war unsere Kristin im zweiten Teil zusammen mit Eva, währed vorne Marianne Vos und Emma Johansson zum Sieg fuhren. Es gewann Marianne Vos vor Emma Johansson, dritte wurde Kristin Armstrong vor Eva Lutz. Sarah Düster und ich bereiteten für Kirsten Wild den Sprint des Hauptfeldes um Platz 5 vor, den sie überlegen gewann.
Ich denke mit einem dritten Platz beim Weltcup darf man zufrieden sein. Und schon diesen Sonntag gibts die nächste Chance: die Flandernrundfahrt!!!
Bis dann,
Eure Claudia
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